
Umstellung der Ofenheizelemente auf Infrarot-Technologie
Die meisten Ofenheizelemente sind im Grunde genommen riesige Wärmespeicher. Sie verbrauchen zu viel Energie, um die Wände sowie die Luft zu erwärmen – lange bevor das Teigstück überhaupt merkt, dass etwas vor sich geht. Das ist pure Verschwendung.
Wir haben angefangen, 110-V-Infrarotleuchten zu verwenden, um dieses Problem zu lösen. Anstatt darauf zu warten, dass die Luft heiß wird, strahlen diese Leuchten die Wärme direkt auf den Teig ab. Das ist eine viel effizientere Methode zur Beheizung eines Backofens.
Warum 110-V-Leuchten?
Wir wählen 110 V, weil diese Spannung perfekt in die elektrische Anlage der meisten professionellen Küchen passt. Es ist nicht nötig, zusätzliche Transformatoren einzubauen oder die Wände umzubauen.
Das Geheimnis liegt im Quarzsilikatglas: Es ermöglicht es dem Glühfaden, sehr schnell extrem heiß zu werden. Bei herkömmlichen Heizelementen dauert es bis zu 20 Minuten, bis sie vollständig funktionieren. Bei diesen Leuchten hingegen ist das bereits nach Sekunden der Fall. Man muss nicht mehr warten, bis der Ofen „wach“ wird – dadurch wird keine Energie verschwendet, während der Ofen untätig bleibt.
Die praktischen Aspekte
Das Quarzsilikatglas ist zwar äußerst widerstandsfähig, hat aber eine spezielle Funktion: Es muss den ständigen Wechsel zwischen Kälte und Hitze verkraften. Je tiefer die Wärme in die Krume eindringen soll, desto eher verwenden wir Kurzwellen- oder Mittelwellenemitter.
Eines muss man beachten: Da es sich um 110-V-Leuchten handelt, benötigen sie mehr Strom als 220-V-Systeme für dieselbe Leistung. Stellen Sie sicher, dass Ihre Elektrik dazu in der Lage ist. Wenn die Kabel zu dünn sind, kommt es zu einem Spannungsabfall – dadurch wird die Wärmeleistung reduziert.
Praktische Umsetzung
Das Austauschen der alten Heizelemente gegen Infrarotleuchten ist eine der einfachsten Möglichkeiten, die Energiekosten zu senken. Man muss nicht mehr versuchen, den gesamten Raum im Ofen zu erwärmen, sondern konzentriert sich stattdessen nur auf die Oberfläche des Brotes.
Allerdings sind diese Leuchten empfindlich. Wenn das Personal mit der Ausrüstung nicht vorsichtig umgeht, gehen die Leuchten schneller kaputt. Zudem benötigen sie eine sauberere Umgebung als die alten Heizelemente. Es erfordert etwas mehr Pflege – doch der Vorteil ist eine deutlich geringere Kohlenstoffbilanz pro gebackenem Brot.